Montag, 22. Februar 2010
Atom
der Verlust der klaren Sicht,
Welt zerspringt, zerfällt, zerbricht.
Straßen voller Fehlversuche,
Farben, Töne und Gerüche -
verflucht, verschwunden und vergessen.
Hier ist dort ist nirgendwo,
ist Welt, ist All, ist schwarzes Loch,
Mensch entwischt, enfleucht, entschwunden.
Montag, 15. Februar 2010
Sonntag, 7. Februar 2010
Wirrwar
ein Knarzen, Knacken, Kratzen, Keuchen,
die Idee, das Wort, die Sprache thronen,
drängen drastisch - kein Entfleuchen!
Aus all dem Wust wird wirres Surren,
Namen schwirren durch den Raum,
ein Motzen, Kichern, lautes Murren -
wer hält die Wortgefechte noch im Zaum?
Montag, 18. Januar 2010
Essentielle Musikvideos Teil 3
Bob Dylan - Subterranean Homesick Blues (1965)
Johnny's in the basement
Mixing up the medicine
I'm on the pavement
Thinking about the government
The man in the trench coat
Badge out, laid off
Says he's got a bad cough
Wants to get it paid off
Look out kid
It's somethin' you did
God knows when
But you're doin' it again
You better duck down the alley way
Lookin' for a new friend
The man in the coon-skin cap
In the big pen
Wants eleven dollar bills
You only got ten
Maggie comes fleet foot
Face full of black soot
Talkin' that the heat put
Plants in the bed but
The phone's tapped anyway
Maggie says that many say
They must bust in early May
Orders from the D. A.
Look out kid
Don't matter what you did
Walk on your tip toes
Don't try "No Doz"
Better stay away from those
That carry around a fire hose
Keep a clean nose
Watch the plain clothes
You don't need a weather man
To know which way the wind blows
Get sick, get well
Hang around a ink well
Ring bell, hard to tell
If anything is goin' to sell
Try hard, get barred
Get back, write braille
Get jailed, jump bail
Join the army, if you fail
Look out kid
You're gonna get hit
But users, cheaters
Six-time losers
Hang around the theaters
Girl by the whirlpool
Lookin' for a new fool
Don't follow leaders
Watch the parkin' meters
Ah get born, keep warm
Short pants, romance, learn to dance
Get dressed, get blessed
Try to be a success
Please her, please him, buy gifts
Don't steal, don't lift
Twenty years of schoolin'
And they put you on the day shift
Look out kid
They keep it all hid
Better jump down a manhole
Light yourself a candle
Don't wear sandals
Try to avoid the scandals
Don't wanna be a bum
You better chew gum
The pump don't work
'Cause the vandals took the handles
Sonntag, 17. Januar 2010
Hier ist kein Trost
Laß deine Blüten nur verblühen.
Mein Weg flutet und geht allein.
Zwei Hände sind eine zu kleine Schale.
Ein Herz ist ein zu kleiner Hügel,
um dran zu ruhn.
Du, ich lebe immer am Strand
und unter dem Blütenfall des Meeres,
Ägypten liegt vor meinem Herzen,
Asien dämmert auf.
Mein einer Arm liegt immer im Feuer.
Mein Blut ist Asche. Ich schluchze immer
vorbei an Brüsten und Gebeinen
den tyrrhenischen Inseln zu:
Dämmert ein Tal mit weißen Pappeln
ein Ilyssos mit Wiesenufern
Eden und Abraham und eine Erde
aus Nihilismus und Musik.
(Gottfried Benn)
Montag, 4. Januar 2010
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Montag, 28. Dezember 2009
Flüchtige Notizen I
Handke. Das Bewusstsein des Gemeinschaftsgefühls und der Verantwortung „für’s eigene Land“ waren Kennzeichen des Faschismus wie des (real existierenden) Sozialismus. In einer Demokratie sterben jene Motive nach kurzer Zeit mangels klarer Identifikationsmöglichkeiten aus. Das ganze Leben wird kategorisiert – man existiert nicht mehr als Ich – alles sind Typen und Temperamente (oder Rassen). Man fühlt sich trotzdem frei, weil man, in diesem Schema einmal zurechtgefunden, Verantwortung von sich schieben kann:„Er ist halt ein verzogener Bauernlümmel“. Das Leben wird oberflächlich und langweilig, aber auch sicher und beherrschbar. Heimat? Apres-Skis die heutigen Dorffeste? Plötzlich ist man fast klassenlos, fühlt sich stark, Hauptsache man ist gesellig…
Nochmals Handke: „Das beweist nichts; ist jeder Beweiskraft entzogen durch das Vorteile-Nachteile-Denken, das böseste der Lebensprinzipien (…) - als Nachteil, der wiederum nichts als eine notwendige Eigenheit jedes Vorteils ist (…) Die Vorteile waren in der Regel nur mangelnde Nachteile: (…) kein Getrenntsein vom Haus und von den Kindern. Die tatsächlichen Nachteile wurden also durch die fehlenden aufgehoben (…); vor Mitgefühl für den anderen von ihr getrennten, fühlte sie sich selber nie einsam.“
Peter Handke - Wunschloses Unglück (1974)
Samstag, 26. Dezember 2009
Vergängliche Kunst
Montag, 7. Dezember 2009
Rudi Dutschke im Gespräch mit Günter Gaus
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Der junge Tom Waits...
...hatte schon ein erstaunlich gut entwickeltes Konzept seiner Künstlerfigur - und gehört bis heute zu den wenigen Musikern, die trotz Erfolg immer selbstbestimmt blieben, sich nicht an gängige Hörgewohnheiten anpassten, sondern sich von ihnen entfernten und einen sehr eigen(willig)en Stil entwickelten und es dabei nie an Humor und Selbstironie mangeln ließen.
Sonntag, 22. November 2009
Krautrock - The rebirth of a nation

Krautrock - The rebirth of a nation
Montag, 16. November 2009
Meadow Meal
Faust - Meadow meal (1971)
Me is a meadow meal
and the guess I get it
and the gate I get it
and the game I get it
a wonderful wooden reason
to stand in line keep in line
line up
crash the sound
you lose your hand
to understand
the accident is red
you are a fruit fork
and the money you look up
and the madame you look up
and the middle you look up
a wonderful wooden reason
to stand in line keep in line
line up
crash the sound
you lose your hand
to understand
the accident is red
aus dem Debütalbum FAUST (1971)
Donnerstag, 5. November 2009
Zwischenruf
all die schönen, bunten Bilder,
all die noch nicht zerbrochnen Flaschen,
all die großen, grellen Schilder
sind nicht mehr als luftge Blasen,
diese Welt ist mehr als hohl.
Worte, Töne, Bilder rasen -
im Überfluss lebt es sich wohl.
Wer braucht schon Geist in dieser Welt,
in der sich alles kaufen lässt?
Alles was sie braucht ist Geld,
daraus ergibt sich dann der Rest.
Die Stille ist uns unerträglich,
sie ist uns wie ein kleines Sterben,
der Wirtschaft ist sie nicht zuträglich,
drum kauft, verkauft, lasst euch bewerben!
Dienstag, 3. November 2009
Essentielle Musikvideos Teil 2
Die Goldenen Zitronen - 0:30 Gleiches Ambiente (1996)
Regisseure: Ted Gaier/Deborah Schamoni
Hey, kühles Hemd
Ah, du kennst die?
Ja irgendwie, der Sänger geht immer in den selben Lebensmittelladen wie ich
Echt, das ist kühl
Du magst also auch Musik, was?
Ja ich liebe Musik
Auf was für Musik stehst du?
Alle Sorten
Also ich mag Easy-Listening
Ja, ich auch, Easy-Listening ist echt geil
Wohnst du hier in der Gegend
Ja, praktisch um die Ecke, ist ne gute Gegend zu wohnen
Ich mag es
Ich auch
Apropos, ich heiße Thomas
Hallo Thomas, ich bin Stefan
Nett dich kennenzulernen
Auch nett dich kennenzulernen
Weißt du was komisch ist? Hier ist dienstags immer ziemlich leer
Echt?
Diese Kneipe erinnert mich an eine Kneipe in meiner Heimatstadt
Echt? Das ist interessant
Ja, echt verrückt
Was machst du so?
Ich bin in der Werbung
Oh wow, das ist stark
Ja, ich mag Menschen
Ich auch, ich liebe Menschen
Kommst du oft hierher?
Jaja
Ich dachte ich hab' dein Gesicht schon mal gesehen hier
Kennst du vielleicht Katrin?
Kann sein
Wow, das ist super, ich liebe dieses Lied
Moby hat echt eine tolle Stimme
Hast du den neuen Quentin Tarantino schon gesehen?
Ja, ich mag Filme
Ernsthaft? Ich auch, ich leihe mir oft Filme aus
Wow, ich auch
Hör mal, ich muss jetzt los
Es war toll, sich mit dir zu unterhalten
Ja, es war nett dich kennengelernt zu haben
Nimm's locker, man!
Montag, 2. November 2009
Lichtspiel Opus IV (1925)
Sonntag, 1. November 2009
"Politikverachtung der Politik"
Dass die erste Amtshandlung von Minister Niebel, der bisher eher durch seinen schmierigen Gebrauchtwagenverkäufercharme als durch ernst zu nehmende politische Positionen oder gar Erfolge auffiel, nun das Beenden jeglicher Entwicklungszusammenarbeit mit Indien und China sein wird, ist mehr als fatal - und zwar in ökonomischer wie symbolischer Hinsicht.
Auch wenn das enorme Wirtschaftswachstum etwas anderes vermittelt: China und Indien sind weiterhin die beiden Länder, in denen die Mehrheit der Armen dieser Erde leben. Daher erscheint Entwicklungszusammenarbeit auch weiterhin sinnvoll, und zwar für beide Seiten. Denn es ist nicht zuletzt die deutsche Wirtschaft, die am Ende profitiert, zumal der überwiegende Teil der (nicht gerade üppigen) für technische und ökologische Zusammenarbeit verwendeten Gelder ohnehin den dort angestellten Deutschen zukommt. Dass gerade die Liberalen der zukünftige ökonomische Vorteil einer Zusammenarbeit mit aufstrebenden Wirtschaftsnationen entgangen zu sein scheint, sagt einiges über den Zustand des Liberalismus in der FDP.
Davon abgesehen könnte die Bundesregierung mit einer solch brüsken Beendigung den beiden, von enormen innenpolitischen Herausforderungen geplagten Ländern symbolisieren, dass sie deren Probleme nicht mehr für relevant erachte und in Zukunft nur noch mit dem Zeigefinger Politik betreiben möchte anstatt konkrete Unterstützung zu gewähren. Es bleibt zu hoffen, dass auch ein Dirk Niebel an seinem Amt wachsen kann. Denn um dieses strategisch wichtige Ministerium den Spielereien eines Populisten zu überlassen, ist es schlichtweg zu wichtig.
Essentielle Musikvideos Teil 1
UNKLE - Rabbit in your headlight (1998)
Regisseur: Jonathan Glazer
I'm a rabbit in your headlights
Scared of the spotlight
You don't come to visit
I'm stuck in this bed
Thin rubber gloves
She laughs when she's crying
She cries when she's laughing
Fat bloody fingers are sucking your soul away...
(Away....away....away....)
I'm a rabbit in your headlights
Christian suburbanite
Washed down the toilet
Money to burn
Fat bloody fingers are sucking your soul away...
Rotworms on the underground
Caught between stations
Butterfingers
I'm losing my patience
I'm a rabbit in your headlights
Christian suburbanite
You got money to burn....
Fat bloody fingers are sucking your soul away.....
Away, away, away,
Away, away, away.
Sonntag, 25. Oktober 2009
Samstag, 24. Oktober 2009
Altlasten
Dass jetzt allerdings die USA, während sie im Irak und Afghanistan Krieg gegen Dschihadisten führten, gleichzeitig im Iran viel Geld in die Dschundullah (die Soldaten Allahs), eine sunnitisch-islamistische Terrororganisation steckte, die just einen Anschlag gegen die iranischen Revolutionsgarden zu verantworten hatte, ist jedoch der Gipfel der Heuchelei.
Das amerikanische Jahrhundert ist lange vorbei, Bush war sein Totengräber und Obama gibt sich alle Mühe als Nachlassverwalter. Doch mit solch einer schweren Bürde wird es ihm schwer fallen, nicht zu scheitern.
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Samstag, 10. Oktober 2009
Was tun?

Es sind stürmische Zeiten, in denen wir leben. Sie zu beschreiben ist eine der größten Herausforderungen für alle wachen Geister. Alles zerstäubt, zerfällt, zerfasert. Die alten Begriffe taugen nichts mehr. Die alten Lösungen noch weniger. Neue, innovative, ehrliche Ideen sind gefragt, doch kaum in Sicht. Die alten Bindungen sind nichts mehr wert, nur hohle Formeln, an der steilen Klippen der Realität zerberstend. Nichts ist von Dauer, nichts von Wert, wie leben den unendlichen, immer verfügbaren Shuffle-Modus.
Doch wie kann in einer sich atomisierenden Gesellschaft überhaupt noch sinnvoll kommuniziert werden? Mediale Inszenierungen von Diskursen laufen zumeist ins Leere, da noch nicht einmal die grundlegenden Prämissen offengelegt werden. Der akademische Diskurs hingegen verläuft weitestgehend jenseits der Öffentlichkeiten in eigenen, schwer durchdringbaren, selbstreferentiellen Sphären. Das begriffliche Instrumentarium der Sozialwissenschaften ist kaum in der Lage. die komplexen Realitäten zu fassen.
Die viel beschworene Mitte gibt es nicht (mehr). Der Partikularismus hat schon längst Überhand genommen: Maximale Ansprüche bei minimalem Selbsteinsatz, uneingeschränkte Bedürfnisbefriedigung, grenzenlose kapitalistische Haben-Orientierung und ein verkümmertes Sein-Bewusstsein verstellen uns den Blick aufs Wesentliche.
Weshalb dieser Kulturpessimismus? Weil die Fortschrittsideologien gescheitert sind, die den Menschen das Versprechen gaben, alles Leiden sei nur vorübergehende Notwendigkeit auf dem Weg zur Veredelung des Menschengeschlechts. Nein, niemand gibt sich mehr ernsthaft Illusionen über dessen moralische Fähigkeiten hin. Und der Glaube, einst erkämpfte zivilisatorische Errungenschaften seien für die Ewigkeit und nicht in ihr Gegenteil umkehrbar, ist naiv. Doch was tun? Nicht-Handeln?
Pflege des Lebens
Der SINN erzeugt.
Das LEBEN nährt.
Das Wesen gestaltet.
Die Kraft vollendet.
Also auch:
unter allen Geschöpfen ist keines,
das nicht den SINN ehrt
und das LEBEN werthält.
Wird der SINN geehrt und das LEBEN gewertet,
so bedarf es keiner Gebote:
und alles geht beständig von selber.
Darum, laß den SINN erzeugen,
nähren, vermehren,
bilden, vollenden,
reifen, aufziehen, schützen:
Erzeugen und nicht besitzen,
wirken und nicht behalten,
mehren und nicht beherrschen:
Das ist geheimes LEBEN.
(Laozi)
Manifeste
Die rauschenden Feste
der Freiheit und des Glücks?
Sind sie verstohlen und hinterrücks
zur Tür hinaus und übern Berg?
Unsre Probleme gleichen dem Zwerg,
der vor dem Riesen steht und schweigt.
Wo ist der Weg, der aus dem Dunkel zeigt?
Freitag, 28. August 2009
"Ich bin sehr stolz auf unsere Geschichte"

Chinesen in Blauen Augen
von Jay & dem Zeittotschläger
Zunächst eine Definition für Blaue Augen: Gemeint sind nicht die blauen Augen, die man nach einer Prügelei bekommen kann, sondern ein Symbol für Ausländer in chinesischen Augen. Ich bin schon fast drei Jahre in Deutschland, aber weiß immer noch nicht, wie die Chinesen überhaupt in deutschen Augen aussehen. Sind die Chinesen nur freundlich, höflich und fleißig? Bin ich überhaupt eine typische Chinesin oder eher untypisch? Eine kleine Diskussion zwischen dem Zeittotschläger und mir:
Wieso ist es so schwer, in das Innere der Chinesen zu blicken?
Es ist sehr einfach, diese Frage zu beantworten. Zuerst würde ich sagen, dass die Chinesen ungern ihr wahres Gesicht zeigen. Oder wir haben Angst, von anderen Leute durchschaut zu werden. Wie immer sind wir Chinesen eher zurückhaltend.
Ihr seid bescheiden, aber zugleich doch sehr stolz. Wovor habt ihr denn Angst?
Ich bin sehr stolz auf das Wirtschaftswachstum, unsere Kultur, die lange Geschichte. Aber ehrlich gesagt, weiß ich selbst zu wenig darüber. Wir haben Angst, unterworfen zu werden, Angst zu verlieren, Angst davor, Vergangenheit zu sein. Naja, was ich aus unserer Geschichte gelernt habe, ist, dass die Chinesen sich immer als Opfer darstellen, oder?
Das stimmt. Ihr wart groß und seid sehr tief gefallen. Manchmal scheint es mir, als wolltet ihr die Schmach der letzten 150 Jahre so schnell wie möglich vergessen machen, indem ihr uns in allem zu übertrumpfen versucht: der Wirtschaft, der Wissenschaft, dem Sport. Niemand will schließlich immer Opfer sein. Aber seid ihr nicht inzwischen auch Täter? Und wieso reagiert ihr so gereizt, wenn euch das jemand sagt?
William Shakespeare sagte: "To be or Not to be!" Manchmal glaube ich, dass unsere Opferrolle eine Motivation für uns ist. Täter? Was haben wir gemacht? Haben wir auch andere Volker ermordet?
Man muss ja nicht gleich Völker ermorden... Ich meinte nur, dass die Chinesen große Patrioten sind und daher ungern Fehler zugeben. Schließlich lebt ihr immer noch in einer Diktatur, die viele Meinungen, Kulturen und Lebensweisen unterdrückt. Tucholsky sagte einmal in den 1930er Jahren "Im Übrigen gilt in Deutschland derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht". Ist das nicht auch ein Sinnbild für das heutige China?
Sprichst du echt vom heutigen China? Ich glaube, dass im heutigen China die Leute folgendes fragen würden: Kann man Tucholsky essen? Oder welche Währung ist das? Ist er schon an der Börse notiert? Wie sieht der Wechselkurs aus zwischen chinesischem Yuan und Tucholsky?
Die Chinesen denken also sehr materialistisch. Sie arbeiten gerne und viel, um sich und ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Dazu muss man sich eben anpassen, und wer das nicht tut, ist selbst schuld...
Die Deutschen haben das Leben, das wir gerne wollen, weil in unseren Augen alles was von außen kommt immer besser ist, als das was wir haben! "Good good study, day day up" hat doch Mao gesagt. Daran glauben wir immer noch. Aber manchmal denke ich, dass wir auch an etwas anderes glauben sollten, nicht nur an das Geld.
Zum Beispiel an die Zukunft. Ihr Chinesen seid pragmatische Optimisten. Da könnten wir Deutschen uns eine gute Scheibe davon abschneiden. Was muss passieren, dass die Chinesen den Glauben an sich selbst verlieren?
Wenn die Chinesen nicht mehr auf der Welt sind... oder wenn der Aktienkurs sinkt. Ich weiß es echt nicht:-)
Danke für das Gespräch.